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Das Territorium
Montalcino ist das Zentrum des einstigen Etruriens, wie aus den archäologischen Landkarten hervorgeht, welche die hauptsachlichen Ansiedlungen der antiken italischen Zivilisation wiedergeben. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen hohen Hügeln, fruchtbaren Ebenen und engen Talschluchten und reicht bis an die Ufer der wichtigsten Wasserlaufe der Provinz von Siena.
Der bedeutendste Fluß in diesem Zusammenhang ist der Ombrone, ein widerspenstiger Wasserlauf mit einem relativ kleinen Flussbett, der die Hugelauslaufer des Territoriums von Ilcino in nordwestlicher Richtung benetzt. Der Ombrone stoßt auf den Wildbach Arbia, der kurz im Norden verlauft und dann nach Osten abzweigt und seinen Namen einer ausgedehnten, gewundenen Talebene gibt, die bereits in der Antike von zwei Strassen durchzogen wurde, die wichtige Städte miteinander verbanden; die Cassia, aus der römischen Antike und die so genannte 'Francigena', aus dem zweiten Mittelalter, die vor allem von Pilger durchzogen wurde. Beide Straßen folgen dem Tal eine lange Strecke, vereinigen sich bei dem Weiler Torrenieri und fuhren in Richtung der Hauptstadt weiter.
An der Ostseite des Vierecks von Montalcino verlauft der Wildbach Asso, dessen Name in zahlreichen historisch bedeutsamen Orten wieder zu finden ist, die seinen Verlauf Kennzeichen, wahrend der Orcia im Suden durch ein Tal zieht, das von zahlreichen hohen Festungen auf den Gipfeln der kargen
Hügel zu FuBen des Monte Amiata gekennzeichnet ist.
Dieser Berg, der den südlichen Teil des Gebietes beherrscht, ist ein mächtiger Vulkanblock, der noch heute Zeichen von Erosionsphanomenen in der Vergangenheit aufweist und durch zahlreiche Thermalquellen gekennzeichnet ist, die sich von seiner stolzen Hohe ins Tal ergießen. Diese Berggruppe beherrscht das Gebiet des Brunello und bietet ihm Schutz gegen Schirokkosturme aus dem Suden.
An schonen Tagen kann man ihn von weither erkennen: vom tyrrhenischen Meer, von den Berghohen des Latium und von den Seen Trasimeno und Bolsena.
Montalcino liegt 40 km südlich von Siena. Sein Territorium erstreckt sich über eine Gesamtflache von 243.62 km 2 (hiervon sind 29% Ebenen, 70% Hügel und 1 % Gebirge) und ist das größte Gebiet der Provinz von Siena.
Der landwirtschaftliche Anbau umfaßt zu 8% Olivenpflanzungen und natürlich Weinberge (11 % der landwirtschaftlich genutzten Gesamtflache), wobei 55% der Rebstocke offiziell eingetragene BrunelloReben sind.
Die restlichen 36% der Landwirtschaft sind Saatland, Weideland und anderen Züchtungen gewidmet.
Das Hügelgebiet von Montalcino liegt in der Luftlinie nur 40 km vom Meer entfernt und war vor Millionen von Jahren vollständig vom Meer bedeckt. 1m westlichen Teil, der sich zur Maremma von Grosseto erstreckt, ist der Einfluß der Seeluft besonders stark zu erkennen und fuhrt zu durchschnittlich kühleren Temperaturen im Sommer und einem milderen Klima im Winter.
Die Boden weisen recht unterschiedliche Charakteristiken sowohl hinsichtlich ihrer Bildunggeschichte wie der Struktur auf: die Zonen in der Ebene bestehen aus verhältnismäßig lockeren Boden mit einer tiefen aktiven Schicht, die auf Anschwemmungen aus dem Quartär zuruckzufuhren sind.
Die hoher gelegenen Boden weisen eine gröbere Anzahl von Kalk-und Gesteinsablagerungen auf, die aktive Schicht ist geringer, und stellen Boden dar, die sich im wesentlichen aus der Zersetzung von ursprünglichen Steinmassen gebildet haben, insbesondere von Letten und Kalkmarne.
Die Boden sind durchschnittlich lehmhaltig, reich an Kalk, mit ausgedehnten Tuffsteinzonen und vorwiegend mager. 1m Abstand von wenigen hundert Metern findet man somit Erde, die reich an Kalk, Letten-und Marnenkomponenten ist, neben ausgedehnten Flachen, die einen höheren Anteil von Lehm und weniger Steinstrukturen aufweisen, sowie Boden, die vorwiegend aus Schwemmablagerungen gebildet sind.
Das typisch mediterrane Klima ist durch konzentrierte Regenfalle im Frühjahr und im Herbst charakterisiert. 1m Winter kommt es auf den Anhöhen, die über 400 m ü.d.m liegen, oft zu Schneefall. Der nahe 1. 734 m hohe Monte Amiata bietet einen natürlichen Schutz gegen intensive, widrige Witterungseinflusse wie starke Wolkenbruche oder Hagelstürme. Die Gebiete in mittlerer Hügellage, in denen sieh ein Großteil der Winzerbetriebe befindet, sind nur selten ungünstigen Witterungsbedingungen wie Nebel, Frost und später Reif ausgesetzt, und der häufig vorhandene Wind sichert den Rebstocken einen ausgezeichneten Gesundheitszustand und mindert vor allem die Gefahr von Pilzkrankheiten.
Das vorwiegend milde Klima mit zahlreichen sonnigen Tagen sichert eine allmähliche und vollständige Reifung der Fruchte. Das Territorium ist durch Hänge mit verschiedenen Ausrichtungen gekennzeichnet, die ausgeprägte Hügelgestaltung und der Höhenunterschied zwischen den Hügelzonen und der Gebirgslage (Poggio della Civitella - 661 Meter ü.d.m, zentral im Gemeindegebiet des Territoriums gelegen) bestimmen die Präsenz von Mikroambienten unterschiedlicher Natur, ein ausschlaggebender Faktor für die wesentlichen Differenzen, di e zwischen dem einen und dem anderen Brunello bestehen können, auch wenn sie aus recht nahe liegenden Anbaugebieten stammen.
Das Territorium von Montalcino verfugt über einen ausgedehnten und gepflegten Waldbestand und bildet eine lang gestreckte Grünfläche, die sieh bis zum Meer hinzieht.